RJ05 springt nach Winterschlaf und Ölwannenwechsel nicht mehr an

mmm

Mitglied
Hallo zusammen,

ich habe folgendes Problem:

Ich habe meine Yamaha R6 RJ05 über die ganze Winterpause in der Garage stehen lassen, mit abgeklemmter Batterie. Am 31. Februar 2026, als ich den Ölwechsel machen wollte, habe ich leider das Gewinde kaputt gemacht. Ich habe nun den Krümmer abgebaut vom Motorrad und die Ölwanne und das ganze Öl abgelassen. Ich hatte danach keine Zeit mehr weiter zu machen und das Motorrad stand ca. 3 Wochen ohne Krümmer und Ölwanne in der Garage.

Das Motorrad war dann vollständig komplett ohne Öl.

Danach habe ich das Gewinde von der Ölwanne reparieren lassen, die Ölwanne wieder rangeschraubt und den Krümmer mit dem Auspuff wieder rangebaut. Dann habe ich 2,1 Liter Öl in das Motorrad eingeführt (ich dachte es wären insgesamt 2,6 ich hatte aber die markierung falsch abgelesen am Kanister) und den Motor starten lassen nach insgesamt ca. 5 Monaten Standzeit.

Ich habe die Zündung eingeschaltet und den Startknopf gedrückt und das Motorrad versuchte anzugehen, ging aber nicht an. Beim zweiten Versuch ist der Motor dann gestartet, kurz für drei Sekunden und dann wieder ausgegangen. Ich habe gemerkt, die Batterie wurde langsam schwächer.

Ich habe immer wieder versucht, mit dem Startknopf den Motor zu starten, aber es hat nicht geklappt und irgendwann war die Batterie komplett leer.

Ich habe nun mit einer Starthilfe-Batterie die Batterie angeschlossen und somit wieder versucht, das Motorrad wieder zu starten und habe weitere 0,5 Liter Öl in das Motorrad eingeführt, denn nach ein paar Startversuchen leuchtete die Ölkontrollleuchte und da hatte ich bemerkt dass zu wenig Öl drin war. Also hatte ich wie gesagt nochmal 0,5 Liter eingeführt. Ich versuche das Motorrad die ganze Zeit zu starten, aber der Motor startet einfach nicht.

Ich dachte es liegt an der Batterie und deswegen habe ich mit einem Multimeter nachgemessen:

12,3 V wenn das motorrad komplett aus ist. wenn ich den schlüssel drehe 11,8 V und wenn ich auf start drücke 9,8 V.

Also habe ich eine neue Batterie gekauft und wieder versucht das Motorrad zu starten aber der Motor will einfach nicht.

Übrigens, die Spannung der neuen Batterie lag zu beginn bei 12,8 V. ich habe ca. 1 minute lang versucht das motorrad zu starten mit dem start knopf und das motorrad hat auch georgelt.

Nach einer minute habe ich gemerkt dass dass orgeln immer schwächer wurde und die batterie langsam auch ich habe mir aber nichts weiter dabei gedacht. Nach einem tage habe ich es wieder versucht mit der neuen batterie. Ich habe die spannung gemessen und sie lag bei 12,5 V.

Ich habe versucht zu starten und es hat beim ersten mal direkt nicht geklappt also das orgeln war ganz schwach und ich habe direkt abgebrochen. Habe gleichzeitig beim starten die spannung gemessen und komischerweise zeigte das multimeter mir nur „-„ an. Also die Batterie war direkt tot obwohl sie neu war.

Hat jemand eine Ahnung warum der Motor nicht starten will?
 
Hallo zusammen,
ich habe folgendes Problem:
Ich habe meine Yamaha....[edit: doppelten Text gelöscht(US1111)]....rie war direkt tot obwohl sie neu war.


Ich hatte den Fehlerspeicher ausgelesen und der zeigte mir Code 22 (der war schon vor der Winterpause) und 30 an. Hab beide gelöscht aber sie startet trotzdem nicht

Mittlerweile habe ich die neue Batterie wieder geladen.

ich habe jetzt die zündkerzen gewechselt (sie waren schwarz) und alles wieder zusammengeschraubt und starthilfespray in die luftbox gesprüht.

dann habe ich versucht zu starten. nach mehreren startversuchen und ca. 30 sekunden ging der motor kurz für eine halbe sekunde an und das licht ging auch an.

ich habe nun wieder ein paar startversuche gehabt und bei einem versuch habe ich den startknopf ca. 4 sekunden lang gehalten und gleichzeitig vollgas gegeben und diesmal ging der motor dann wieder für ca. 1 sekunde an sowie das licht auch, aber sobald ich den startknopf und den gasgriff losgelassen habe ging er wieder aus.

nach insgesamt 1 min startversuchen war auch schon die batterie wieder leer (obwohl sie neu war, wie kann das sein) und ich habe wollte auch nicht weiter gemacht, da ich angst hatte dass der motor absäuft.

Hat jemand eine Idee was ich machen kann?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ja.
Du kannst die Sensorwerte im Diagnosemenü mal checken.
Da Fehlercode 22 angezeigt wird, wäre insbesondere der Wert d05, also die Ansaugtemperatur interessant. ebenso der Wert d06, also die Kühlmitteltemperatur. Beide Werte sollten plausibel im ähnlichen Bereich liegen- also ungefähr die Umgebungstemperatur anzeigen.
Weichen die Werte erheblich ab, solltest du prüfen, ob sich die Sensorwerte bei Bewegungen im Kabelbaum ändern.
 
aber hat das was damit zu tun dass das motorrad nicht startet?

mittlerweile startet das motorrad nur mit starthilfespray und wenn ich gleichzeitig vollgas gebe.

Aber dann dreht sie komplett doch und wenn ich dann den gasgriff loslasse geht sie direkt wieder aus
 
aber hat das was damit zu tun dass das motorrad nicht startet?

mittlerweile startet das motorrad nur mit starthilfespray und wenn ich gleichzeitig vollgas gebe.

Aber dann dreht sie komplett doch und wenn ich dann den gasgriff loslasse geht sie direkt wieder aus
Du hast nicht zufällig beim Zündkerzenwechsel, den Kabelbaum der zu den Zündspulen geht vertauscht bzw falsch verlegt.

Dieser muss nach rechts verlegt und dann die Stecker auf die Spulen von Zylinder 4 nach 1 aufgesteckt werden.

Dein derzeitiges Symptom deutet stark drauf hin
 
Du hast nicht zufällig beim Zündkerzenwechsel, den Kabelbaum der zu den Zündspulen geht vertauscht bzw falsch verlegt.

Dieser muss nach rechts verlegt und dann die Stecker auf die Spulen von Zylinder 4 nach 1 aufgesteckt werden.

Dein derzeitiges Symptom deutet stark drauf hin
wie meinst du das genau?

ich habe einfach die spulen und die stecker so verbunden und reingesteckt wie sie auch vorher ware
 
aber hat das was damit zu tun dass das motorrad nicht startet?
...

Nuja... aus den Sensorwerten wird die Einspritzmenge berechnet.
Wenn die Werte nicht stimmen, berechnet das Steuergerät die falsche Spritmenge. Und wenn die nicht stimmt ist das Luft-Kraftstoffverhältnis im schlimmsten Fall nicht zündfähig.
Deshalb einfach mal die Sensorwerte auf Plausibilität prüfen- insbesondere deshalb, weil ja schon ein Fehlercode in diese Richtung deutet.
 
Nuja... aus den Sensorwerten wird die Einspritzmenge berechnet.
Wenn die Werte nicht stimmen, berechnet das Steuergerät die falsche Spritmenge. Und wenn die nicht stimmt ist das Luft-Kraftstoffverhältnis im schlimmsten Fall nicht zündfähig.
Deshalb einfach mal die Sensorwerte auf Plausibilität prüfen- insbesondere deshalb, weil ja schon ein Fehlercode in diese Richtung deutet.
also soll ich schauen dass d05 und d06 bei ca 18 sind (raumtemperatur)?
 
wie meinst du das genau?

ich habe einfach die spulen und die stecker so verbunden und reingesteckt wie sie auch vorher ware
Beim Wechsel der Zündkerzen zieht man die Stecker oben an den Zündspulen ab.

Manche legen dann den kleinen Kabelbaum inkl der abgezogenen Stecker beiseite, manchmal nach hinten oder sonst wo hin, einfach aus Platzgründen etc.

Beim Zusammenbau kann man diesen Kabelbaum dann versehentlich falsch von links verlegen und die Stecker problemlos auf die Zündspulen aufstecken, es passt von der Länge und die Stecker der Zündspulen passen untereinander ebenfalls.

Das Resultat ist das die 1. Zündspule das Zündsignal von Zyl 4 bekommt usw. Der Motor zündet also asynchron, was dafür spricht das deine R6 mit Startpilot kurz anspringt also ist ein Zündfunken vorhanden.

Der kleine Zündspulenkabelbaum muss in Fahrtrichtung nach rechts (Steuerseite/Steuerkette) verlegt und die Stecker dann entsprechend auf die Spulen aufgesteckt werden.
 
also soll ich schauen dass d05 und d06 bei ca 18 sind (raumtemperatur)?

Riiiiichtich ;)

d01 sollte sich beim langsamen Aufdrehen des Gasgriffes stetig von ca 16 bis 99 verändern
d02 ca. 100
d03 ca. 0
d08 irgendwas zwischen 0,4 und 1,4
d09 ist die Spannung am Steuergerät- die sollte möglichst nahe der Batteriespannung sein
 
Nuja... aus den Sensorwerten wird die Einspritzmenge berechnet.
Wenn die Werte nicht stimmen, berechnet das Steuergerät die falsche Spritmenge. Und wenn die nicht stimmt ist das Luft-Kraftstoffverhältnis im schlimmsten Fall nicht zündfähig.
Deshalb einfach mal die Sensorwerte auf Plausibilität prüfen- insbesondere deshalb, weil ja schon ein Fehlercode in diese Richtung deutet.
Der Motor müsste aber trotzdem anspringen auch mit diesen beiden fehlerhaften Werten. Die ECU verwendet dann halt die Festwerte.

Und der Code 22 ist entweder den Stecker vom Ansaugtemp Fühler vergessen oder das auch dir bekannte Problem der 5V Sensor Versorgung.

Trotzdem müsste die Maschine anspringen
 
Die Ersatzwerte kommen erst zum Einsatz, wenn das Steuergerät einen Sensorausfall auch erkennt.
Wenn z.B. der Unterdrucksensor zu hoch anzeigt- bei geschlossenen Drosseklappen- dann kann das Steuergerät vom Schiebebetrieb ausgehen und die Kraftstoffzufuhr stoppen. Das könnte ein Laufen auf Startpilot erklären.

Mal eben die Werte ablesen halte ich für die einfachsten Einstieg in die Fehlersuche.

Aber wie weiter oben schon gesagt: Entweder kein Sprit oder kein Funke....
Jetzt haben wir zu beiden Möglichkeiten Ansätze.


btw.. ist eigentlich Sprit im Tank? läuft die Benzinpumpe kurz beim Einschalten der Zündung an?
 
Ich hatte einen Durchbruch!

Ich habe vorhin versucht, das Motorrad zu starten, erstmal ohne Starthilfe-Spray. Ich drücke den Startknopf, aber er startet einfach nicht.

Ich habe ein bisschen am Gaskriff gespielt, er startet trotzdem nicht. Ich habe auch den Gaskriff voll aufgedreht, aber er startet trotzdem nicht.

Dann habe ich wieder mal etwas starthilfespray in die airbox gesprüht. nach zwei startversuchen ist er dann gestartet während ich vollgas gegeben habe.

ich habe dann weiter versucht durch spielen am gas ihn am leben zu halten und langsam die drehzahl angepasst. das motorrad blieb dann an… mehrere minuten obwohl ich den gasgriff losgelassen habe.

ich habe dann allerdings als kleinen test das motorrad etwas aufgedreht und er ist dann direkt wieder ausgegangen.

Die leerlaufdrehzahl wackelt übrigens bei ca. 1000 umdrehungen.

er startet auch diesmal zwar ein bisschen schwach aber ohne gas allerdings geht er wieder aus wenn ich gas gebe.
 
Das bringt dich auch nicht weiter.

Mach es bitte so wie US1111 geschrieben hatte und prüfe die Werte und danach kannst du meinen Ratschlag befolgen mit dem falsch verlegten Zündspulen Kabelbaum.

Beide Prüfungen dauern nur wenige Minuten und führen dich/uns zum Ziel.

Deine zwanghaften Startversuche mit Gasgriff aufhalten und Startpilot bringen nichts.
 
wie kann man eigentlich den drosselklappensensor testen? bei mir sind zwar normale werte aber ich habe gelesen dass der trotzdem kaputt sei kann auch wenn in diag modus normale werte stehen
 
Zurück
Oben